Krankenkasse und
Krankenversicherung 

3 Möglichkeiten der

Krankenversicherung

Durch die bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und den Ländern der Europäischen Union genießen EU-Ausländer in der Schweiz den Schutz einer Krankenversicherung. Für EU- Ausländer, die in der Schweiz arbeiten, gilt eine Krankenversicherungspflicht. Es ist möglich, die Versicherung aus dem Heimatland aufrecht zu erhalten.

Die richtige Krankenversicherung
Die Wahl der passenden Krankenversicherung hängt von mehreren Faktoren ab. Die Entscheidung für eine Krankenversicherung sollte langfristig getroffen werden, deshalb sollten Sie die Optionen sorgfältig prüfen. Auch wenn Sie schon länger als Grenzgänger tätig sind, ist es von Zeit zu Zeit sinnvoll, den bestehenden Versicherungsschutz in
der Krankenversicherung zu prüfen. Dabei unterstützen wir Sie selbstverständlich gerne. Der Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland ist eine mögliche Variante.

Die Höhe des Beitrags für die Krankenversicherung hängt von Ihrem Einkommen ab. Die Leistungen der Krankenkassen sind vom deutschen Gesetzgeber vorgegeben und im Sozialgesetzbuch festgeschrieben.
Eine beitragsfreie Mitversicherung von Kindern oder des Ehepartners ohne eigenes Einkommen ist möglich. Eine weitere Option ist die Wahl der gesetzlichen Krankenversicherung in der Schweiz. Die Leistungen sind im Krankenversicherungsgesetz der Schweiz vorgegeben.

Die Höhe des Beitrags ist unabhängig von Ihrem Alter, Ihrer Gesundheit und Ihrem Einkommen. Abhängig von der gewählten Krankenkasse liegt der Beitrag ab dem 19. Lebensjahr bis zum 26. Lebensjahr zwischen 146 Schweizer Franken und 180 Schweizer Franken im Monat. Ab dem 26. Lebensjahr liegt der Beitrag zwischen 188 Schweizer Franken und 230 Schweizer Franken im Monat. Versorgungslücken für Zahnersatz, die stationäre Behandlung im Krankenhaus oder für Heilpraktikerleistungen können Sie mit einer privaten Zusatzversicherung in Deutschland schliessen. Für Familienmitglieder greift eine Familienversicherung.
Der Wechsel in eine gesetzliche Krankenkasse in Deutschland ist in der Regel möglich.

1. Gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland (GKV) als freiwilliges Mitglied

Die GKV ist der älteste Zweig der Sozialversicherung und hat ihren Ursprung im Gesetz über die Krankenversicherung der Arbeiter von 1883. Tragende Strukturprinzipien der GKV sind das Solidaritätsprinzip, das gleiche Leistungen unabhängig vom Einkommen bzw. der Beitragshöhe (Ausnahme z.B. Entgeltersatzleistungen wie Krankengeld und Krankheitsrisiko) gewährleistet, und das Sachleistungsprinzip, das Leistungen ohne finanzielle Vorleistungen der Versicherten sicherstellt. Die Beiträge für den Krankenversicherungsschutz richten sich – anders als bei der privaten Krankenversicherung – nach der finanziellen Leistungsfähigkeit des Versicherten.
Bei pflichtversicherten Beschäftigten werden die Beiträge zur GKV nach einem Prozentsatz des Arbeitsentgelts bemessen.

Der Anspruch auf medizinische Leistungen ist unabhängig von der jeweiligen Beitragshöhe. Nur bei Leistungen mit Lohnersatzfunktion (z.B. Krankengeld) spielt die Höhe des beitragspflichtigen Arbeitsentgelts eine Rolle. Die Leistungen richten sich nach dem Maß der individuellen Bedürftigkeit, die Beitragslast nach dem Maß der individuellen finanziellen Leistungsfähigkeit.

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist der Versicherungsschutz von Familienangehörigen (Ehegatte, Lebenspartner und Kinder) der Mitglieder einer Krankenkasse als eigene Versicherungsform ausgestattet: Als Folge des Solidaritätsprinzips sind die Familienangehörigen unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert. So müssen sie z. B. ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben.

2. Krankenversicherungs-Modell mit gesetzlich anerkannter Krankenkasse in der Schweiz(KVG) und adäquate Betreuungskasse in Deutschland ( mit Formular E 106)

Die Schweizer Grundversicherung (KVG) ist die Pflichtkasse für Grenzgänger, weswegen eine Befreiung von der Versicherungspflicht in diesem Modell nicht notwendig ist.

Unterstellt sich der Grenzgänger dem Schweizerischen Krankenversicherungsgesetz (KVG) und versichert sich in der Schweiz im Tarif euroline, erhält er bei Vertragsabschluss das Formular E106 im Doppel, welches er in Deutschland bei einer gesetzlichen Krankenkasse seiner Wahl hinterlegt. Er erhält dann von der betreffenden Kasse eine Versichertenkarte für den Leistungsbezug im Wohnstaat, der Arzt rechnet mit der Kasse direkt ab. Der Versicherungsbeitrag wird ausschließlich an die Schweizer Krankenkasse entrichtet.

Bei Behandlungen in der Schweiz gilt eine feste Jahresfranchise in Höhe von 300,00 CHF, zuzüglich 10% pro Rechnung, der maximale Anteilsbeitrag zur Rechnung beträgt 700,00 CHF. Lässt sich der Versicherte in Deutschland behandeln, gelten die kassentypischen Zuzahlungen wie etwa für Krankenhaus, Medikamente und Heil- sowie Hilfsmittel.  

Wichtig: Im Pflegefall stehen Grenzgängern keine Geldleistungen zur Verfügung. Wir raten daher eindringlich zu einer zusätzlichen Absicherung.

Durch das bilaterale Abkommen sind Sie zwar sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz versichert, jedoch bestehen in beiden Ländern Leistungslücken, welche Sie mit den entsprechenden Zusatztarifen schließen können.

3. Private Krankenversicherung in Deutschland

Die Beiträge richten sich nach dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand sowie den individuell gewählten Leistungen.

Mit inbegriffen ist die gesetzliche Pflegeversicherung, in Form einer Pflichtversicherung und/oder einem privaten Pflege-Tagegeld.

Es ist ein sehr komplexes Thema- eine individuelle Beratung ist unerlässlich.

4. Regelung für Aufenthalter

Als Aufenthalter (Bewilligung B) oder Niedergelassener (Bewilligung C) besteht immer die Krankenversicherungspflicht in der Schweiz nach KVG. Wer dauerhaft in die Schweiz umzieht, hat also keine Wahl innerhalb der vier Modelle.

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Illustration von Frau vor einer Tafel mit Symbolen

Warum ist die Wahlmöglichkeit so

wichtig?

Das Schweizer Kassensystem beinhaltet wesentliche Einschränkungen gegenüber dem aus Deutschland gewohnten System, z.B.

– Keine Zahnarztleistung in der gesetzlichen Pflichtversicherung nach KVG

– Keine Wahlbehandlung in Deutschland, nur Notfallbehandlung!

Aus dieser Situation wurde ein spezielles Versicherungsmodell für Aufenthalter entworfen, das aus einer Kombination einer schweizer Krankenkasse mit einer deutschen Zusatzversicherung besteht. Damit ist es möglich, freie Arztwahl, freie Zahnarztwahl und freie Krankenhauswahl in Deutschland und der gesamten Schweiz zu vereinbaren, wahlweise auch als Privatpatient in allen Bereichen.
Bei der Wahl des für Sie richtigen und passenden Krankenversicherungsmodells unterstützen wir Sie als unabhängige Grenzgänger Experten Bodensee gerne in einem persönlichen Bertaungsgespräch. Sie erhalten auf Wunsch schriftliche Angebote über verschiedene Varianten, damit Sie vergleichen und die für Sie günstigste bzw. beste Krankenversicherung finden können. Bei allen angebotenen Varianten stehen wir als unabhängiger Versicherungsmakler von der Beratung über den Abschluss bis hin zu Service im Leistungsfall an Ihrer Seite.

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