Das Sozialversicherungssytem
in der Schweiz

Sozialversicherungssystem

Die Sozialversicherung in der Schweiz besteht aus einem engmaschigen Netz von diversen Versicherungen. Sie sollen Arbeitnehmer vor allem in finanzieller Hinsicht schützen. Die wichtigsten Versicherungen dürften die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die berufliche Vorsorge (BVG), die Krankenversicherung, die Invalidenversicherung, das Tagegeld und die Arbeitslosenversicherung sein, doch es gibt noch weitere Absicherungen für verschiedenste Bevölkerungsgruppen, wie die folgende Übersicht zeigt:

 

Illustration Mann mit Blatt in der Hand

Übersicht der Sozialabgaben

Die Höhe der Sozialabgaben hängt in der Schweiz ebenso wie in Deutschland von der Höhe des Einkommens ab. Die wichtigsten sind dabei die Abgaben für die Säule 1 – die staatliche Vorsorge (AHV) – und die Säule 2, die berufliche Vorsorge (BVG).


Für die staatliche Vorsorge mit der Alters- und Hinterlassenenversicherung, der Invalidenversicherung und der Erwerbsersatzordnung fallen Abgaben in Höhe von derzeit insgesamt 10,56 Prozent an. Sie teilen sich jeweils zur Hälfte auf den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer auf, so dass beide Parteien 5,28 Prozent zu zahlen haben. Der Beitragssatz für die Alters- und Hinterlassenenversicherung beträgt im Jahr 2020 8,7 Prozent, die Invalidenversicherung wird mit 1,4 Prozent angesetzt.
Die Erwerbsersatzordnung schlägt mit 0,45 Prozent zu Buche, so dass insgesamt für die Sozialabgaben mit Abzügen in Höhe von 10,55 Prozent zu rechnen ist. Zu diesem Satz kommt unter anderem noch der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung hinzu. Die Beiträge werden nicht nur auf das vereinbarte Bruttogehalt angewendet, sondern auch auf Schichtzulagen,
die unter Umständen vom Arbeitgeber gezahlt werden.


Auch Überstundenzuschläge gehören zu diesen sogenannten
“Sonstigen Lohnbestandteilen” und werden für die Berechnung der Abzüge herangezogen.
Die Höhe der Beiträge für die Pensionskasse – die Säule 2 mit der beruflichen Vorsorge – hängt von dem Jahreslohn ab. Eine Beitragspflicht beginnt erst ab einem Gehalt von 21.330 CHF pro Jahr, die Obergrenze liegt bei 85.320 CHF. Der Beitragssatz für das Sparguthaben ist vom Alter des Versicherten abhängig.


Er beginnt bei 3,5 Prozent für Versicherte im Alter von 25 Jahren bis 34 Jahren. Im Alter von 35 bis 44 Jahren beträgt der Beitragssatz 5 Prozent. Versicherte im Alter von 45 Jahren bis 54 Jahren zahlen 7,5 Prozent an Beitrag. Ab dem 54. Lebensjahr machen die Beiträge 9 Prozent des Lohns aus. Hinzu kommen noch weitere Kosten für die Risikodeckung und die Verwaltungskosten.
Die Berufsunfallversicherung wird vom Arbeitgeber gezahlt. Der Beitragssatz liegt je nach Beruf in einer Größenordnung zwischen 1,09 Prozent und 3,15 Prozent, die Basis ist der Monatslohn zuzüglich der sonstigen Lohnbestandteile. Die Nichtberufsunfallversicherung trägt hingegen der Arbeitnehmer, der Beitragssatz beläuft sich auf 0,8 Prozent bis 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenversicherung kostet im Jahr 2020 bei einem Einkommen von bis zu 148.200 CHF insgesamt 2,2 Prozent, die vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte gezahlt werden.


Für Lohnanteile, die diesen Betrag überschreiten, gilt ein Beitragssatz
von 1 Prozent. Die Beiträge teilen sich ebenso hälftig auf den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer auf.

Illustration Mann mit Blatt in der Hand
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