Familienversicherung für Grenzgänger in der Schweiz

Jeder Grenzgänger in der Schweiz kann aus drei Varianten der Krankenversicherung frei wählen, um sich im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalles gut abzusichern. Wie sieht es jedoch aus, wenn ein Grenzgänger seine Familie ebenfalls absichern möchte?

Im folgenden Text finden Sie wissenswerte Informationen, wie Grenzgänger die gesamte Familie absichern können. Dies kann durch eine Familienversicherung realisiert werden.

Familienkrankenversicherung für Grenzgänger

Es stehen drei Varianten der Familienversicherung zur Verfügung. Eine kurze Beschreibung dieser drei Varianten kann Ihnen sicherlich helfen, eine Entscheidung zu treffen.

1. Familienkrankenversicherung nach KVG

Die meisten Grenzgänger in der Schweiz entscheiden sich für die Schweizer Krankenversicherung nach dem KVG für Grenzgänger. Sie ist eine Mischung aus privater und gesetzlicher Versicherung. Der Vorteil für Grenzgänger in der Schweiz ist, dass sie sich diese in beiden Ländern, Arbeits- und Wohnsitzland für den Krankheitsfall absichern können.
Die Schweiz bietet verschiedene Möglichkeiten der Krankenversicherung, die auch als Familienversicherung genutzt werden können. Durch die Versicherung können auch Leistungen in Deutschland in Anspruch genommen werden.
Ein Grenzgänger in der Schweiz kann in der Schweizer Krankenversicherung auch seine Familie im selben Umfang wie sich selbst absichern. Sein Lebens- oder Ehepartner sowie Kinder können im Krankheitsfall medizinische Leistungen in der Schweiz sowie in Deutschland in Anspruch nehmen. Der einzige Unterschied zur deutschen gesetzlichen Krankenversicherung ist, dass die Familienkrankenversicherung in der Schweiz nicht kostenfrei ist. Für jedes zu versichernde Familienmitglied muss ein Betrag an die Krankenversicherung bezahlt werden.
Diese Variante der Familienkrankenversicherung eignet sich für Grenzgänger und deren Familien, die in beiden Ländern medizinische Leistungen nutzen möchten. Grenzgänger, die gut verdienen oder bei denen Vorerkrankungen bestehen, wählen ebenfalls gerne diese Variante der Krankenversicherung. Der zu leistende Beitrag in der Familienkrankenversicherung nach KVG ist abhängig von der Anzahl der Personen, Eintrittsalter und dem Versicherungsanbieter.

2. Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland

Möchte sich ein Grenzgänger in der Schweiz nicht nach der Schweizer gesetzlichen Krankenversicherung versichern, besteht die Möglichkeit freiwillig in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung zu verbleiben. Diese Variante ist für Grenzgänger mit einem sehr niedrigen Einkommen äusserst sinnvoll. Die Beitragszahlungen sind in den deutschen Krankenversicherungen abhängig vom Einkommen. Bei dieser Variante gilt jedoch darauf zu achten, dass der Grenzgänger in der Schweiz keinen Anspruch auf eine medizinische Versorgung in der Schweiz hat. Das bedeutet, dass bei einer notwendigen medizinischen Leistung ein hoher Selbstkostenbeitrag in der Schweiz fällig wird.

Für Grenzgänger in der Schweiz ist dies die einfachste Möglichkeit, um ohne hohe Kosten Familienmitglieder mitversichern zu können. Die GFK versichert Familienmitglieder völlig kostenlos. Gerade für Grenzgänger, deren Ehepartner erwerbslos oder geringfügig beschäftigt sind, ist dies ein grosser Vorteil. Kinder von Grenzgängern bis zum 25. Lebensjahr sind in dieser Regelung der Familienkrankenversicherung eingeschlossen.

3. Eine private Krankenversicherung für Grenzgänger in der Schweiz und deren Familien

Ein Grenzgänger kann sich die Art der Krankenversicherung wie schon erwähnt aussuchen. Die Befreiung zur gesetzlichen Schweizer Krankenversicherung benötigt jedoch eine private Krankenversicherung in Deutschland. Eine Familienkrankenversicherung für Grenzgänger bietet einige Vorteile. Einer dieser Vorteile ist, dass der zu zahlende Beitrag nicht einkommensabhängig ist. In vielen Fällen ist eine private Familienversicherung billiger als die einkommensabhängige gesetzliche Familienkrankenversicherung. Der Nachteil der privaten Krankenversicherung ist jedoch, dass vor Abschluss der Versicherung eine ärztliche Untersuchung aller beteiligten Personen durchgeführt wird. Diese Untersuchung kann dazu führen, dass Risiko-Zuschüsse, Leistungsausschlüsse oder sogar eine Ablehnung durch die Versicherung erfolgt.  

Durch das Absichern aller Familienmitglieder in einer Familienkrankenversicherung kann der medizinische Schutz bedarfsgerecht und individuell an jede Person angepasst werden. Dieser Vorteil hat jedoch den Nachteil, dass für jede zu versichernde Person ein eigener Beitrag zu bezahlen ist

 

Welche Familienversicherung ist die beste Lösung für Grenzgänger in der Schweiz?

Sicherlich kommt es bei der Wahl der Krankenversicherung immer auf die einzelne Person und deren Familienstand an. Eine gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland mit Familie ist bei vorhandenen Kindern sicherlich die günstigste Lösung, wenn man nicht zu den Großverdienern gezählt wird. Als gut verdienender Arbeitnehmer ist man bei der GVK leider sehr schnell in den sehr hohen Beitragszahlungen gereiht. Trotz hoher Beitragszahlung erhält man jedoch nur die gesetzlich geregelte Versorgung.

Möchte man sich als Grenzgänger und seine Familie besser und vor allem sicher versichern, ist die private Krankenversicherung die bessere Lösung. Durch eine private Familienkrankenversicherung für Grenzgänger ist jedes Familienmitglied bedarfsgerecht abgesichert und die Leistungen der medizinischen Betreuung umfangreicher gestaltet. Eine gute Absicherung ist gerade bei Kindern äußerst wichtig.

Die gesetzliche Schweizer Krankenversicherung für Grenzgänger erhebt für jedes zusätzliche Familienmitglied gesonderte Beiträge. Diese Beiträge sind jedoch bei Kindern eher gering gehalten. Eine Familienkrankenversicherung nach Schweizer Gesetz lohnt sich in jedem Fall, egal ob man ledig ist oder eine Familie mit mehreren Kindern besitzt.

Fazit

Jede der drei Optionen zur Krankenversicherung in der Schweiz bietet Vor- und Nachteile für den Versicherungsnehmer. Dies hat zur Folge, dass vor Abschluss einer Familienkrankenversicherung für Grenzgänger diese vor- und Nachteile immer sehr gut bedacht werden sollten.

Jeder Grenzgänger in der Schweiz sollte daher vor dem Abschluss einer Familienkrankenversicherung für Grenzgänger genaue Informationen einholen und sich beraten lassen. Pauschal kann niemandem zu einer der drei Lösungen geraten werden, da es immer auf die jeweilige persönliche Situation ankommt.

Eines kann jedoch pauschal empfohlen werden. Eine gute Krankenversicherung mit ausreichend medizinischer Betreuung ist für jeden Menschen sehr empfehlenswert. Ist zusätzlich noch eine Familie mit Kindern vorhanden, ist eine Familienkrankenversicherung unumgänglich. Gerade bei Kindern kann es sehr schnell dazu kommen, dass ein kleines Missgeschick eine ärztliche medizinische Versorgung nach sich zieht. Mit einer guten Familienversicherung müssen sie sich in keinem Fall wegen hoher Kosten für die medizinische Betreuung sorgen machen.

FAQ

1. Worauf sollte man bei einer Familienversicherung als Grenzgänger achten?

Bei der Wahl der Familienversicherung sollten die Situation der Familie, das Einkommen, der gesundheitliche Zustand aller Familienmitglieder und die momentane Krankenversicherung genauer betrachtet werden. Selbstverständlich sind auch die Faktoren der gebotenen Leistungen der Krankenversicherung ein wichtiges Kriterium für eine Auswahl.

2. Welche Leistungen enthält eine Krankenversicherung für Grenzgänger?

Es kommt immer auf die gewählte Familienkrankenversicherung für Grenzgänger an. Je nachdem, welche Variante gewählt wurde, können stationäre und ambulante medizinische Versorgungen versichert werden. Diese gebotenen Leistungen können in der Schweiz und in Deutschland erhalten werden. Ausnahme hiervon ist der Zahnersatz. Medizinische Versorgung, die im Bereich der Zähne durchgeführt werden soll, sollte durch eine private Zusatzversicherung abgedeckt werden. 

Wechselfrist 31. März 2024

Jetzt Krankenversicherung wechseln & ab 2024 bis zu 1.508,40 CHF sparen! Jetzt wechseln